
Professorin
Contemporary Church History
Kirchliche Zeitgeschichte
© Privat

Karte ohne Kirche
Über Jahrhunderte war das Christentum nicht nur eine Glaubensgemeinschaft, sondern auch eine territoriale Macht. Es prägte Kulturen, beanspruchte Länder und verband theologische Vorstellungen mit konkreten Formen von Herrschaft und politischer Ordnung.
Im 20. Jahrhundert veränderte sich diese Welt grundlegend. Kriege, neue Grenzen, das Ende von Imperien und der Aufstieg säkularer Staaten wandelten die geopolitische Landschaft des Christentums. Kirchen verloren Territorien – und mit ihnen jene Räume, die ihr Selbstverständnis über Jahrhunderte geprägt hatten.
Meine Forschung verbindet Religionsgeschichte mit Geopolitik und zeigt, wie das zeitgenössische Christentum seine Räume verlor und dadurch seinen Platz in der modernen Welt neu bestimmen musste.

Karte ohne Kirche
Über Jahrhunderte war das Christentum nicht nur eine Glaubensgemeinschaft, sondern auch eine territoriale Macht. Es prägte Kulturen, beanspruchte Länder und verband theologische Vorstellungen mit konkreten Formen von Herrschaft und politischer Ordnung.
Im 20. Jahrhundert veränderte sich diese Welt grundlegend. Kriege, neue Grenzen, das Ende von Imperien und der Aufstieg säkularer Staaten wandelten die geopolitische Landschaft des Christentums. Kirchen verloren Territorien – und mit ihnen jene Räume, die ihr Selbstverständnis über Jahrhunderte geprägt hatten.
Meine Forschung verbindet Religionsgeschichte mit Geopolitik und zeigt, wie das zeitgenössische Christentum seine Räume verlor und dadurch seinen Platz in der modernen Welt neu bestimmen musste.
A Map Without the Church
For centuries, Christianity was not only a religious community but also a territorial power. It shaped cultures, claimed lands, and connected theological ideas with concrete forms of rule and political order.
In the 20th century, this world underwent profound transformations. Wars, new borders, the end of empires, and the rise of secular states reshaped the geopolitical landscape of Christianity. Churches lost territories – and with them, the spaces that had shaped their self-understanding for centuries.
My research combines the history of religion with geopolitics and examines how contemporary Christianity lost its spaces and, as a result, had to redefine its place in the modern world.
A Map Without the Church
For centuries, Christianity was not only a religious community but also a territorial power. It shaped cultures, claimed lands, and connected theological ideas with concrete forms of rule and political order.
In the 20th century, this world underwent profound transformations. Wars, new borders, the end of empires, and the rise of secular states reshaped the geopolitical landscape of Christianity. Churches lost territories – and with them, the spaces that had shaped their self-understanding for centuries.
My research combines the history of religion with geopolitics and examines how contemporary Christianity lost its spaces and, as a result, had to redefine its place in the modern world.
Katharina Kunter
Studium Geschichte und Ev. Theologie,
1. und 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien
1998 Promotion (Dr. phil.)
Dissertation: Die Kirchen im KSZE-Prozess 1968-1978
2004 Habilitation:
Venia Legendi Neuere und Neueste Geschichte
2019 Titel »Docent for Church History«, verliehen durch den Kanzler der Universität Helsinki
Seit 1. August 2020: Professor Contemporary Church History specifically Nordic Countries and Europe (Theologische Fakultät / Universität Helsinki)
Studies of History and (Protestant) Theology,
graduated with 1st and 2nd »Staatsexamen« for teachers at the German Gymnasium
1998 Promotion Dr. phil.: Thesis:
The Churches in the Helsinki-Process 1968-1978
2004 Habilitation:
Venia Legendi Modern and Contemporary History
2019 Title »Docent of Church History« bestowed by the Chancellor of the University of Helsinki
Since 1st August 2020: Full Professor for Contemporary Church History specifically Nordic Countries and Europe (Faculty of Theology / University of Helsinki)

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AUDIO-BEITRÄGE
DEUTSCHLANDFUNK
NEU!
Interview mit Christian Röther (ab 5:05):
Nach dem Weltkrieg: Die Evangelische Kirche bekennt ihre Mitschuld an Nazi-Verbrechen
19. Oktober 2025
NEU!
Vergangenheitsaufarbeitung Kirche in der DDR
2. Oktober 2025
NEU!
Interview mit Kirsten Dittrich Deutschlandfunk Kultur: Kirchentage als Bewegungsmelder der Zivilgesellschaft:
30. April 2025
WEITERE RUNDFUNKBEITRÄGE
MDR | NDR
NEU!
Evangelische Kirche in der DDR, Interview mit Michael Hollenbach
26. April 2026, NDR-Info
Kirchenpartnerschaften
26. April 2026, NDR-Info
AUSGEWÄHLTE BÜCHER
2021
Hier stehe ich
Gewissen und Protest – 1521 bis 2021
Katalog zur Ausstellung
2016
500 Jahre Protestantismus
Eine Reise von den Anfängen bis in die Gegenwart
2011
The Heart of Europe
The Power of Faith, Vision and Belonging in European Unification

KINDERSACHBÜCHER

2023 | Weihnachtszeit, du schöne Zeit!
Feste und Bräuche von Sankt Martin bis Heilige Drei Könige

Audio | FFH 9.5.2021
Lesetipp: »Geheimzeichen Jakobsmuschel«
Interview mit Sven Herget

2017 | Geheimversteck
Wartburg: Jan und Mila auf den
Spuren Martin Luthers

Jubiläumskonferenz:
50 Jahre Schlussakte von Helsinki
Zum 50. Jahrestag der Schlussakte von Helsinki habe ich eine Reihe von Aktivitäten iniitiert und Beiträge veröffentlicht. Höhepunkt war die Konferenz »Der Geist von Helsinki damals und heute – 50 Jahre Helsinki-Schlussakte«, die vom 10. bis 13. Juni 2025 in der Finnlandia Halle in Helsinki stattfand und die ich maßgeblich mitorganisiert und auf den Weg gebracht habe.
Kooperationspartner waren u.a. die Bundesstiftung Aufarbeitung, das Leibniz Institut für Europäische Geschichte Mainz, das European Network Remembrance and Solidarity und andere Partner.
Ausgewählte Veröffentlichungen
Die Kirchen im KSZE-Prozess 1968-1978 >>
Kirchen und Religion im Kalten Krieg >>
Bleibende Prinzipien. 50 Jahre Schlussakte von Helsinki>>
Der »Geist« von Helsinki und die protestantische ÖkumeneLink >>
Dossier: Advocating Religious Freedom in the Helsinki Process >>

50 Jahre Schlussakte von Helsinki
Es war ein schöner Sommertag, als am 1. August 1975 35 Staats- und Regierungschefs in der Finlandia-Halle in Helsinki zusammenkamen. In der klaren, mediterran inspirierten Architektur Alvar Aaltos unterzeichneten sie ein Dokument, das Europa verändern sollte: die Schlussakte von Helsinki.
Sie war eine Vision für eine neue Zeit: Kooperation statt Konfrontation, die Unverletzlichkeit von Grenzen und die Achtung der Menschenrechte. Dass sie eines Tages zur Überwindung der Ost-West-Teilung beitragen würde, konnte damals aber niemand ahnen. Ebenso wenig, dass Europa 50 Jahre später wieder Krieg erleben würde – und Russland heute jene Prinzipien bricht, die es einst selbst unterzeichnete.
Zum 50. Jahrestag der Schlussakte bleibt die Frage aktuell: Wie können Sicherheit, Zusammenarbeit und Frieden in Europa bewahrt werden? Wie können Zivilgesellschaft und Kirchen den »Geist von Helsinki« in unsere Zeit tragen?
50 Years Final Act of Helsinki
It was a beautiful summer day on August 1, 1975, when 35 heads of state and government gathered in Finlandia Hall in Helsinki. Surrounded by Alvar Aalto's clear, Mediterranean-inspired architecture, they signed a document that would change Europe: the Helsinki Final Act.
The Final Act promised a new era: cooperation instead of confrontation, the inviolability of borders, and the protection of human rights. At the time, no one could have foreseen that the "spirit of Helsinki" would one day contribute to overcoming Europe's divide - or that, fifty years later, Europe would once again experience war, and that Russia would violate the very principles it had once signed.
On the 50th anniversary,it remains topical: How can security, cooperation and peace be ensured in Europe? How can civil society and the churches carry the »spirit of Helsinki« into our time?
Für die 2021 in Worms gezeigte Ausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest 1521 – 2021“ habe das Konzept erarbeitet, Themenfelder und repräsentative historische Beispiele überlegt, den Katalog herausgegeben, vernetzt, Objekte gesucht, vielfältig wissenschaftlich beraten und in der Öffentlichkeit diskutiert.
I conceptualized the exhibition »1521-2021: Conscience and Protest«, which was shown in Worms 2021, considered subject areas and representative historical examples, edited the catalogue, networked, looked for objects, gave various scientific advice and was invited for public discussions.



Oben Links: Präsentation vor der Andreaskirche
Foto: Balzarin
Oben Rechts: Öffentliches Podiumsgespräch zu »Streiten in der Demokratie«
mit Prof. Rudolf Korte und Dr. Thomas Arnold am 14.10.2021
Foto: Stadt Worms
Unten: Eröffnung der Landesausstellung am 3.7.2021, u.a. mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer,
Bürgermeister Adolf Kessel, Synodenpräsident Dr. Ulrich Oelschläger, Professor Thomas Kaufmann,
Museumsleiter Dr. Olaf Mückain
Foto: Berward Bertram Worms
BEITRÄGE ZUM THEMA
Fernsehbeitrag | 2.7.2021
SWR Beitrag zur Eröffnung der Landesausstellung »Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521-2021« in Worms
(ab Min. 0:39)
Radiobeitrag | 18.7.2021
Studiogast im Haupt-Interview zur Landesausstellung Worms in SWR4 in der Sonntagsgalerie mit Daniela Engelhardt
(10 Min.)
Interview | Februar 2021
Zur Ausstellung: »Hier stehe ich. Gewissen und Protest: Worms 1521-2021«
in Evangelische Aspekte
MEIN REFORMATIONSJUBILÄUM 2017

Het Vermoeden
25-minütiges Fernsehinterview mit Marleen Stelling am
29. Oktober 2017 in der Sendung: Het Vermoeden. In niederländisch.
Foto: © Evangelische Omroep
Protestantse Kerk in Nederland
Große Ehre: Auf Einladung der Protestantse Kerk in Nederland durfte ich am am 31. Oktober 2017 in der Janskerk in Utrecht die Eerste Protestantse Lezing halten.



Fotos: von oben u l. n. r. Dr. Katharina Kunter | Vorstellung durch René de Reuver, Scriba der Protestantse Kerk Nederland | Karen van dr Broeke, Preses Generale Synode der PKN mit Publikumsbeitrag von Jurjen Zeilstra; © Protestantse Kerk Nederland

Verschiedene Beiträge im Deutschlandfunk
»Der deutscheste Mann, den es je gegeben hat«
Luther 1917 und 2017.
1917 wurde das 400. Jubiläum der Reformation mitten im Ersten Weltkrieg gefeiert. Die Niederlage des Deutschen Kaiserreichs zeichnete sich bereits ab, da sollte Martin Luther den Menschen neuen Mut machen: Er wurde als Held und Vorbild inszeniert. Die Historikerin Katharina Kunter erkennt Parallelen zum Reformationsjubiläum 2017.

Verschiedene kleinere Beiträge
Katharina von Bora
De Morgenster van Wittenberg
in: Luther Glossy 2017 (niederländisch)











